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Ein herzliches Dankeschön

Zum Schuljahresende 2019/2020 durfte unser langjähriger Schulleiter Alfred Rockelmann verdient in den Ruhestand gehen. Wir bedanken uns ganz herzlich und wünschen für diesen neuen Lebensabschnitt alles Gute, tolle und spannende Erlebnisse, viel Zeit für Neues sowie Gottes reichen Segen! Angehängt haben wir den Zeitungsartikel von Sandra Hüttner, vielen Dank auch dafür. (Das Beitragsbild ist dem Archiv entnommen)

Naila – Still, leise und ohne Tamtam ist der Schulleiter der Mittelschule Frankenwald Alfred Rockelmann vom Schulamtsdirektor Stefan Stadelmann zum 1. August in die Freistellungsphase verabschiedet worden, ab 18. Februar 2022 dann in den Ruhestand. Das Schulleiterzimmer hat schon seine persönliche Note verloren, Bilder und Sprüche auf der großen Pinnwand abgehängt und der Schreibtisch fast wie leergefegt. „Die Uhr tickt“, erklärt Alfred Rockelmann, der keine große Abschiedsfeier möchte, der Emotionen wegen. Aber so ganz ohne offizielles Statement seitens des Schulamtes geht es dann doch nicht, denn immerhin gehört Alfred Rockelmann seit 1985 zur Mittelschule Frankenwald. Erst als Lehrer, dann 1999 als stellvertretender Schulleiter, folgend Ernennung zum Konrektor und seit 2005 als Rektor. „Du giltst als Naalicher Schulurgestein im Frankenwald“, teilt Schulamtsdirektor Stadelmann mit und erinnert an das Jahrzehntelange Engagement Rockelmann´s als Betreuungslehrer für Lehramtsanwärter und an die lokalen Lehrerfortbildungen insbesondere im EDV-Bereich als begleitender Referent. Stadelmann berichtet, dass Alfred Rockelmann einen ähnlichen Werdegang wie er selbst habe, Rockelmann an der Mittelschule Frankenwald Naila und Stadelmann an der Christian-Wolfrum-Schule in Hof. Im Gespräch wird immer wieder deutlich, wie sehr dem erfahrenden Pädagogen die Schülerinnen und Schüler und seine Schule samt Lehrerkollegium am Herzen lagen. „Das war stets deine oberste Primmisse und oft hast du gerade heraus gesagt, was nicht passt.“ Kampfgeist und Herzblut sind zwei weitere Schlagwörter, die nicht nur einmal genannt werden und in Bezug auf Schüler und Schule fallen. „Du hast ein wahnsinnig organisatorisches Geschick und so waren deine Klassenpläne und Lehrereinsätze schon meist vorzeitig fertig, präzise und übersichtlich in einer Exel-Tabelle aufgeschlüsselt“, erinnert der Schulamtsdirektor. Beim Blick in den beruflichen Werdegang nennt Stadelmann das Abitur mit Latinum im Jahr 1976, das Studium Erziehungswissenschaft und Lehramt an der Volksschule Nürnberg, die dreijährige Referendarzeit mit Einsätzen in Schwarzenbach am Wald, Selbitz, Münsterschule in Hof, Bad Steben und nach der Verbeamtung auf Lebenszeit 1985 der Einsatz an der damals noch Volksschule in Naila. „Großes Fachwissen, extrem hohes Engagement, Professionalität, Sach-, Sozial- und Handlungskompetenz ist in den Beurteilungen zu lesen“, berichtet Schulamtsdirektor Stefan Stadelmann und unterstreicht nochmals die „Liebe zu den Schülern“.  Alfred Rockelmann freut sich auf eine „gewisse Unabhängigkeit“, die mit Beginn der Freistellungsphase beginnt. „Ich werde bestimmt nicht in ein schwarzes Loch fallen, denn es gibt viele Dinge, die ich gern tue wie Radfahren und Wandern und auch mein großer Garten fordert seine Zeit.“ Er bekennt, dass nun die Zeit beginnt, wo man Sachen und Dinge ohne Druck und Zeitstress tun kann. Alfred Rockelmann, in Hof geboren und Schwarzenbach am Wald zu Hause, gehört noch zu den „alten Schullehrern“, die aus der Region kommen und in der Region blieben. „Alfred Rockelmann hat sich mit seiner Schule identifiziert und nicht nur aus diesem Grund wird er uns sehr fehlen“, bilanzierte Stadelmann, der Rockelmann als einen Menschen beschrieb, mit dem man sich reiben kann. „Ich ziehe den Hut vor deiner Lebensleistung, denn es ist alles andere als selbstverständlich, wie du mit Herzblut und Power immer wieder für deine Schüler und deine Schule eingetreten bist, wie du dich bei Erfolgen mitgefreut hast, als Beispiel die Mathedifferenzierungskurse.“ Alfred Rockelmann sitzt auch bei diesem wohl letzten Gespräch in seinem Büro hinter dem Schreibtisch, der fast die ganze Zimmerbreite einnimmt, im Rücken die katholische Kirche „Verklärung Christi“. Auf den beiden Stühlen davor saßen schon viele Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen und natürlich auch Eltern zu klärenden Gesprächen, fragend, bangend und schlussendlich immer mit einem positiven Gefühl gehend, sich der Hilfe und des Einsatzes von Alfred Rockelmann sicher. Herzblut eben, die der erfahrende Pädagoge seinen Schülern und seiner Schule immer zuteilwerden ließ. „Er war und ist der positive Geist der Schule“, unterstrich der Schulamtsdirektor und auf der Seite gegenüber lassen sich die Emotionen nur schwer weglächeln.

Sandra Hüttner