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Mittelschule Frankenwald

Ringstraße 1

95119 Naila

Entlassfeier

Abschlussfeier der 9. und 10. Klassen

Entlassfeier an der Volksschule Frankenwald Naila

Die Lehrer sangen den Schülern ein Lied

Eigentlich sogar zwei – denn das erste galt den Absolventen der zwei 10. Klassen des Mittlere-Reife-Zuges, die allesamt ihre vom Kultusministerium gestellten Prüfungen geschafft hatten. Ihnen war der Song von Englischlehrer Hans-Jürgen Keuser gewidmet, der beim Gesang und seiner zwölfsaitigen Gitarre von den Klassleitern Hans Kraus(M10a) und Elmar Meier(M10b) als Background-Chor singend begleitet wurde. Das zweite Lied bezog dann auch die zwei Abschlussklassen der 9. Jahrgangsstufe ein und zur Melodie von „Father&Son“ hatte der Englischlehrer wiederum einen  beziehungsreichen Text geschrieben und Julia Heckel glänzte beim Liedvortrag als dessen Duett-Partnerin. Die Inhalte mit wechselnder Sicht aus Schüler- und Lehrerperspektive berührten merklich alle. Emotionen wurden frei – Standing Ovations aller Entlassschüler gab´s zum ersten Mal in der Turnhalle – und auch die Reden der Klassleiter zeugten davon, dass sich hier ein ganz besonderes Schüler-Lehrer-Verhältnis entwickelt hatte.

Das sah auch Rektor Alfred Rockelmann so und dankte seinen Lehrern und Fachlehrern für ihr Engagement, das weit über das normale Maß hinausgegangen sei. Besonders die im M-Zug eingesetzten Lehrkräfte hätten Pionierarbeit auf hohem Niveau geleistet und dafür erhöhten Einsatz bei Vorbereitung und Betreuung ihrer Schüler geleistet. Ebenso dankte er dem Elternbeirat für die gastronomische Organisation und den Lehrkräften sowie dem Hausmeisterehepaar Hartmut und Marlies Hummel, die den Abend mitorganisiert hatten,  Er freute sich über den regen Besuch und das Erscheinen des Nailaer Bürgermeisters und vieler seiner Stadträte, sowie über das Interesse seitens ehemaliger Kollegen und Vertreter der Nailaer Schulen. Stolz sei er, dass alle 37 aus den M-Klassen ihr Mittlere-Reife-Zeugnis erhielten und dass von 49 Schülern der 9.Regelklassen 25 von 42 den Qualifizierenden Abschluss geschafft hätten und das die erreichten Noten zum großen Teil den Jahresfortgangsnoten entsprochen hätten – dies zeige, dass das rechte Maß gefordert worden war.

Bürgermeister Frank Stumpf lobte die Entlassfeier als schönen Brauch und bescheinigte den Schülern, dass sie mit ihrem Abschluss gut gewappnet seien, jedoch um erfolgreich im Leben zu sein, ihren Spielraum im Beruf erkennen und auch die Spielregeln einhalten müssten. Aus- und Weiterbildung seien ebenso notwendig wie realistische Zielsetzungen in dieser Welt mit andauernden Veränderungen und Unwägbarkeiten.

Margitt Künzel(Klassleiterin 9a) blickte zurück auf die Dschungel-Kulisse beim Schulfest – damals schon hätten die heutigen Entlassschüler gezeigt, dass sie wichtige Eigenschaften besäßen wie Kreativität, Eigeninitiative, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. Dies seien Schlüsselqualifikationen, die in Verbindung mit Lernbereitschaft und Leistungswillen die „Tour des Lebens“ bestimmen.

Uwe Hartmann(Klassleiter 9b) beleuchtete mit seiner Episode vom abhanden gekommenen  Schlampermäppla“ die oftmals vorhandene Neigung, Fehler erst bei anderen zu suchen und Verdächte zu äußern, ohne sich vergewissert zu haben. So tauchte auch das Mäppchen wieder auf, das der Schüler schlichtweg liegenlassen hatte und das eben nicht geklaut worden war, so wie er steif und fest behauptet hatte.

„Schluss mit lustig“ forderten dann die Klassensprecher der neunten Klassen, Christina Gareis und Julie Tomowiak im Wechselgespräch und ließen Ereignisse aus den Jahren Revue passieren. Ihren Noch-Mitschülern legten sie nahe, sich an Erlebtes zu erinnern und schöne Momente festzuhalten.

Konrektor Hans Kraus(Klassleiter M10a) ging unter dem Motto „Warum so streng?“ auf  Gelehrtes und Gelerntes ein, sowie auf Geschehnisse und Erfordernisse auf dem Weg zur Mittleren Reife. „Ihr alle habt es geschafft mit großartiger Leistung und seid im Laufe der Zeit immer selbstständiger geworden in Bezug auf  Methodenkompetenz und eigenverantwortliche Wochenplan- und Gruppenarbeit. Dazu haben wir euch ermutigt und bisweilen auch zu Leistungen angetrieben – soviel zur Frage der Strenge!“ Für jeden seiner Schüler hatte er ein gutes Wort parat und lobte das Vertrauen untereinander und zu den Lehrern als Grundlage für den Erfolg.

Aus dem Nähkästchen plauderte Elmar Meier(Klassleiter M10b) und zog Parallelen zur Mathematik, die es erlaube, „kleine Ergebnisse zu vernachlässigen“, so dass ihm am Ende dieser vier Jahre mit der Klasse im Wesentlichen nur Positives in Erinnerung sei. –„Ihr ward außerordentlich motiviert und fleißig, habt die Messlatte sehr hoch gehängt und hattet eine schöne Zeit hier – bis auf die Tatsache, dass ihr mich ertragen musstet.“ Er zählte ein paar Highlights auf, wie den Schweden-Besuch, Feiern und Klassenfahrten und blickte zurück auf den Schulanfang, jenen ominösen 11. September 2001.

M 10a-Sprecher Matthias Knoll beschrieb „Schule aus meiner Sicht“ mit Anekdötchen aus vier Jahren und sorgte für Heiterkeit ob seiner humoristisch trocken formulierten „Pennäler-Ansichten“, mit denen er das obligatorische Einstein-T-Shirt des Lehrers bei unangekündigten Mathe-Arbeiten bedachte oder das tausendfach wiederholte „t-h“ im Englischunterricht. Auf nette Art und Weise bekam jeder sein Fett weg und am Ende stand ein dickes Dankeschön für Lehrer, die „nicht abgehobene Pauker sondern viel mehr Freunde waren“ – ehrlich gemeinte Worte als großes Kompliment.

Das gab´s dann auch postwendend zurück – musikalisch und ebenso ehrlich gemeint, geschrieben von Englischlehrer Hans-Jürgen Keuser und mitgesungen von den beiden M10-Klassleitern – ein Loblied das Gefühle offenbarte und das besondere Verhältnis, das sich in diesem Verbund entwickelt hatte.

Besonders intensiv ist auch das Verhältnis der Elternbeiratsvorsitzenden Martina Wagner zur Volksschule Frankenwald Naila, die sie mit einem Sportverein verglich, der Siegertypen hervorbringt: Erfolge im Basketball, Fußball, Handball auf regionaler Ebene und bei Leichtathletik-Kreisentscheiden sprächen für die gute Teamarbeit und dafür, dass die Lehrer als Trainer die Stärken bewusst gemacht und an den Schwächen gearbeitet hätten. Natürlich nicht nur im Fach Sport, sondern in allen Disziplinen seien mit viel Einsatz Erfolge errungen und Verbesserungen erzielt worden. Die Klassenbesten erhielten Preise aus ihrer Hand und die rührige scheidende Vorsitzende wiederum Geschenke, Blumen  und natürlich ein „Zeugnis“ vom Lehrerkollegium: Hervorragend in allen Belangen.

Den scheidenden Schulbusbegleitern dankte der Sicherheitsbeauftragte Lehrer Günter Schramm und überreichte Geschenkgutscheine einer „großen Fast-Food-Kette“ im Namen der Kreisverkehrswacht.

Auf Basis von Cat Stevens´ „Father and Son“ entwickelte sich ein absolut gefühlvoller, musikalischer „Jung-Alt-Dialog“ in Englisch und Deutsch zwischen dem Englischlehrer und M-10-Abschlussschülerin Julia Heckel, die toll agierte und dafür mit „Standing Ovations“ belohnt wurde.

M10b-Sprecherin Christina Langholz übernahm die offizielle Verabschiedung seitens der Schüler/innen und dankte allen Unterstützern. Sie gab anschließend das Kommando zur Erstellung der Wunschliste für die Flaschenpost, die in den kommenden Wochen ihren Weg über die Meere nehmen wird. Der Einladung zum Kalten Büffet folgten alle gerne – hier hatten Schüler und ihre Eltern Vorzügliches gezaubert und mit den Hauswirtschaftslehrerinnen arrangiert.

Umrahmt wurde die Feier von besinnlichen Musikstücken, einer Sonatine und dem Evergreen „Yesterday“ mit bezaubernd gespielter Querflöte von Janneke Klasen und Elmar Meier am Klavier, sowie „My Way“, gefühlvoll interpretiert von Alexander Föttinger, Daniel Ehrenberg und Martin Geyer  am Keyboard unter Leitung von Jürgen Salfer, der auch für das reibungslose Funktionieren der Soundtechnik verantwortlich zeichnete.                               HJK

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